Projekt "KlimaTier"

KlimaTier – Klimaschutz durch Tierhaltung

Es gibt bereits umfangreiche wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Nachhaltigkeitsvorteilen von Gemischtbetrieben sowie zu produktionstechnischen Ansätzen für eine klimafreundliche Gestaltung der Landwirtschaft. Die Umsetzung dieses Wissens stößt jedoch häufig auf sozio-ökonomische Hürden. Im Rahmen des Projekts KlimaTier sollen besonders klimafreundliche und gleichzeitig produktive landwirtschaftliche Systeme identifiziert werden. Dabei werden auch die ökonomischen und sozialen Erfolgsfaktoren sowie Hemmnisse für eine erfolgreiche Umsetzung untersucht. Der Fokus liegt auf ökologischen Gemischtbetrieben mit Milchvieh, da diese zu den wichtigsten Produktionssystemen im ökologischen Landbau zählen. Zudem wird die Produktion männlicher Kälber (Milch-Fleisch-Kombination) berücksichtigt. Die Öko-BeratungsGesellschaft mbH wird innerhalb des Projektes die Aufgabe des Wissenstransfers übernehmen und an der Betreuung der Betriebe beteiligt sein.

Die Annahme ist, dass durch die Kombination von Pflanzenbau und Tierhaltung in Gemischtbetrieben die innerbetrieblichen Nährstoffkreisläufe, Klimawirkungen und weitere Umwelteffekte gegenüber spezialisierten viehlosen Betrieben erheblich verbessert werden können.

Dazu werden zunächst besonders klimaschonende Produktionssysteme in ökologischen Gemischtbetrieben mit Milchvieh identifiziert und deren Klimaschutzleistungen bewertet. Dies soll unter Berücksichtigung relevanter Ökosystemleistungen, wie z.B. Humusaufbau, im Sinne der Gemeinwohlökonomie geschehen. Die ökonomische Bewertung der betrieblichen Gesamtleistung basiert auf der Monetarisierung von Klimaschutz- und den damit verbundenen Ökosystemleistungen. Dies ermöglicht den Vergleich von besonders klimaschonenden ökologischen Gemischtbetrieben mit Milchviehhaltung mit spezialisierten Marktfruchtbetrieben.

Die regionalen Praxisforschungsnetzwerken wurden bereits gebildet und Betriebe wurden für die Teilnahme gewonnen. Dabei verteilen sich die Betriebe in drei verschiedenen Regionen bzw. Cluster:

-             Cluster A: Bayerisches Tertiärhügelland und Donau-Süd

-             Cluster B: Moränenhügelland und Voralpenland

-             Cluster C: Osthessische Mittelgebirgslagen und Zentralhessische Ackerbaugebiete

Die verschiedenen Cluster werden jeweils von einem der Verbände betreut. Naturland betreut Cluster B, während Cluster A von Bioland und Cluster C von Demeter betreut wird.

Um den partizipativen Charakter des Projektes zu stärken, werden die Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter aktiv in den Forschungsprozess eingebunden, sodass deren Expertise und Know-How mit in das Projekt einfließt.

Das Verbundprojekt besteht aus insgesamt fünf Projektpartnern. Die Bioland Praxisforschung GmbH, die Beratung für Naturland und der Forschungsring von Demeter werden jeweils regionale Praxisforschungsnetzwerke in Hessen und Bayern aufbauen und betreuen. Die TU München ist für Betriebsanalysen und Klimabilanzierung zuständig. Die sozio-ökonomischen Analysen werden durch die JLU Gießen durchgeführt. Koordiniert wird das Verbundprojekt vom Forschungsring e.V.

Weitere Informationen: www.klima-tier.de/


Gefördert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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Beratung
für Naturland

Geschäftsstelle Hohenkammer
Eichethof 1
85411 Hohenkammer
Tel. 08137/6372-900
Fax 08137/6372-919
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