Das Projekt ProFerkel, gefördert durch das Bundesprogramm Ökologischer Landbau, widmet sich dem wichtigen Ziel, die Saugferkelverluste in der ökologischen Schweinehaltung zu senken. Hohe Ferkelverluste belasten nicht nur wirtschaftlich, sondern stellen auch ethische Herausforderungen für die Betriebe dar. Das Projekt setzt auf eine verbandsunabhängige, umfassende Analyse der aktuellen Situation auf ökologisch wirtschaftenden Betrieben, um Risikofaktoren zu erkennen und praktische Lösungsansätze zu entwickeln. Durch gezielte Datenerhebung und diagnostische Unterstützung soll die Tiergesundheit nachhaltig gefördert werden.
ProFerkel ist in drei zentrale Abschnitte gegliedert:
- Erfassung der aktuellen Situation:
Auf 60 bis 70 Betrieben deutschlandweit wird der Status quo umfassend dokumentiert, um eine breite Datengrundlage über die Ursachen und Rahmenbedingungen für Ferkelverluste zu schaffen.
- Diagnostik und gezielte Unterstützung:
Mit 20 ausgewählten Betrieben wird intensiv zusammengearbeitet. Durch Diagnostik und einen intensiven Austausch werden Best-Practice-Beispiele entwickelt, die auf die spezifischen Bedürfnisse der einzelnen Betriebe abgestimmt sind.
- Wissenstransfer:
Die gewonnenen Erkenntnisse und erfolgreich umgesetzten Maßnahmen werden in die Praxis weitergegeben, um das Wissen über die gesamte Branche hinweg zu verbreiten und langfristige Verbesserungen in der ökologischen Schweinehaltung zu erzielen.
ProFerkel setzt durch eine enge Kooperation mit den Landwirten sowie mit Projektpartnern Bioland und dem Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) auf eine praxisnahe, fundierte Umsetzung. Die Ergebnisse sollen nicht nur zur unmittelbaren Verbesserung der Ferkelgesundheit beitragen, sondern auch als Grundlage für zukünftige Empfehlungen und politische Entscheidungen dienen.
Betriebe, die ökologische Ferkel produzieren und sich an dem Projekt beteiligen möchten, können sich gerne zeitnah an Gretha Schnieders (Tel: +49 151 65904972) oder Werner Vogt-Kaute (Tel.: +49 9357 99952) wenden.